Die WEM arbeitet in:
In diesen Ländern unterstützt
sie einheimische Missionare
bei verschiedenen Aufgaben.
(EEA, FpC, A & O, FM, BEM)
EEA www.evangelismoenaccion.com |
Die spanische Inlandmission EEA entstand genau in dem Jahr, in dem in Spanien das Gesetz der Religionsfreiheit erlassen wurde - 1967! Acht Jahre später war die Franco-Diktatur endgültig beendet. Nach Jahrhunderten der Vorherrschaft der römisch-katholischen Kirche, eröffneten sich lang ersehnte neue Möglichkeiten in der Gemeinde- und Missionsarbeit. Die Gelegenheit beim Schopfe packend, gründete der Geschäftsmann Juan Gili im selben Jahr EEA und blieb bis zum Jahr 2000 Leiter und Impulsgeber des Werkes
"Als die Freiheit im Jahr 1967 kam, lagen 5 Jahrhunderte. römisch-katholischer Kirchenherrschaft hinter uns," schreibt Benjamín Martín. "In dieser Zeit waren Verfolgungen, Folterungen und Verbrennungen geschehen. Die ursprüngliche Verfassung hatte bestimmt, daß "die römische-katholische Religion jetzt und für immer die einzige und wahrhaftige Religion des Staates ist und jegliche Ausübung anderer Religionen verbietet."
Auch während der letzten Diktatur in Spanien (1939-1975) waren Verfolgungen, Intoleranz, und Fanatismus an der Tagesordnung. Hinzu kam, dass die Politik über die Religionsausübung bestimmte und die Verbreitung des Evangeliums in Spanien stark behinderte."
Als 1967 das Gesetz der Religionsfreiheit verabschiedet wurde, gebrauchte Gott Menschen wie Juan Gili, die mit Mut und einer Vision im Herzen Initiative ergriffen. Juan Gili gab der neu gegründeten Mission das Motto: "Das Evangelium für alle... an jedem Ort... zu jeder Zeit... mit allen möglichen Mitteln."
Diesem Motto ist die Mannschaft von EEA, mit inzwischen über 50 Personen, weiterhin verpflichtet. Hauptziel ihrer Arbeit: neue evangelisch-bibeltreue Gemeinden zu gründen. Im Jahr 2000 bat Juan Gili Benjamín Martín, die Position des leitenden Direktors zu übernehmen. Benjamín Martin ist das älteste Mitglied der Mannschaft von EEA (seit 28 Jahren dabei) und war jahrelang engster Mitarbeiter von Juan Gili. Mit seiner Frau María Rosa und seinen beiden Töchtern (Lidia und Ana María) lebt er in Málaga. Von dort aus leitet er nun das Werk, das bisher seinen Hauptsitz in Madrid hatte.
FpC www.francepourchrist.fr |
In dem kleinen elsässischen Dorf Drulingen, 150 km von Karlsruhe entfernt, befindet sich die Zentrale der französischen Partner-Mission France pour Christ. Nicolas Kessely und seine Frau Edith, beide Schweizer, sind seit den Anfängen dabei.
Unser Ziel ist es, Gemeinden zu bauen, vom Ärmelkanal bis zum Genfer See. Inzwischen gibt es 19 Orte wo Pionierarbeit geschieht oder Gemeinden bestehen. Vor kurzem wurde ein Gemeindebund ins Leben gerufen, damit die Gemeinden untereinander Kontakt halten und sich gegenseitig ermutigen können. Als Mission sind wir in diesen Bund integriert, wollen aber beweglich bleiben und immer wieder neue Aufgaben anpacken. Andererseits wollen wir die Evangelisation in ganz Frankreich fördern. Durch Literatur, Mitarbeit bei Pro Christ und bei verschiedenen landesweiten evangelistischen Vorstößen.
55 Mitarbeiter. 25 Ehepaar, 4 Ledige und ein Witwer. Wir arbeiten gerne in kleinen Teams zusammen. Insgesamt sind wir an 17 Orten im Einsatz.
7 Ehepaare aus der Schweiz, ein brasilianisches Ehepaar, 3 deutsche Frauen, eine davon ist Barbara Buchs im Büro in Drulingen. Die Frau von Ruedi Bänziger ist ebenfalls Deutsche. Seit wenigen Monaten ist Alain Luccioni, ein Franzose von der Insel Korsika, zu uns gestoßen. Seine Frau Steffi stammt ebenso aus Deutschland. Die meisten französischen Mitarbeiter sind aus den neu gegründeten Gemeinden hervorgegangen.
Meine Frau Edith und ich kommen aus Chrischonagemeinden. Ich selbst bin in Chrischona ausgebildet. Als wir nach Frankreich kamen, merkten wir bald, hier können wir nicht nur predigen, hier sind Kontaktarbeit und Evangelisation nötig. Besonders die Jugend lag uns am Herzen. Gott schenkte uns einen Aufbruch im Elsaß. Das war 1968 bis 1970. Über 50 junge Leute bekehrten sich. Ihr Wunsch war es dann, zu einer Gemeinde zu gehören. 1974 wurde die Gemeinde gegründet und kurz darauf schickten wir die ersten Teams zum Evangelisieren in die Vogesen und in den Norden des Landes. Die Jugendlichen der neuen Gemeinde bildeten die erste Missionsmannschaft. Von 1978-86 führten wir Jüngerschulungen durch. In jener Zeit half uns Hermann Schulte, denn die WEM übernahm die Miete für die Räumlichkeiten, in denen wir die Schulungen durchführten. Das hat uns damals sehr geholfen.
Wir wollten in der Nähe von Wissembourg bleiben, denn wir hatten gute Beziehungen aufgebaut. Doch eines Tages kam eine Arztfrau auf uns zu, die wir nicht kannten und bot uns ein großes Haus an. Wir hatten aber überhaupt kein Geld, was wir der Frau gegenüber verschwiegen. Als sie dann sagte, sie wolle uns das Haus schenken, waren wir sehr überrascht, sagten aber noch nicht zu. Der Grund war: wir hatten nicht einmal das Geld, um den Notar bezahlen zu können (ca. 10.000,- DM), der die Schenkung urkundlich bestätigen mußte. So konnten wir keine Zusage geben. Eines Tages kam die Arztfrau wieder und besuchte uns. Sie legte einige Umschläge auf den Tisch. Darin waren 100.000,- Francs (ca. 30.000,- DM). Jetzt konnten wir nicht mehr Nein sagen. Sie hatte uns das Haus geschenkt und uns Geld gegeben, den Notar zu bezahlen. Das war für uns ein großes Wunder. So zogen wir 1986 nach Drulingen um.
Eigentlich wollte das Arztehepaar das Haus als Kinderklinik nutzen, doch der Mann starb. So wohnte die Frau eine ganze Zeit alleine in dem großen vornehmen Haus. Durch Verwandte oder Bekannte erfuhr sie von uns. Da muss Gott zu ihr gesprochen haben. Später kam sie noch einmal und sagte, sie wolle uns ein zweites Haus schenken. Wir sagten aber, wir bräuchten kein zweites Haus, wären jedoch froh, wenn wir anstelle eines zweiten Hauses etwas Geld hätten, um den oberen Stock auszubauen. Kurze Zeit später brachte sie uns Geld und wir konnten es für den weiteren Ausbau verwenden.
Unten sind Büros. Wie produzieren viele Traktate, evangelistische Zeitungen und Bücher und unsere Missionszeitschrift. Dann haben wir unten eine Küche, Speisesaal und Aufenthaltsraum für jeweils 50 Personen. Es kann zwar eng werden, aber wir hatten auch schon über 100 Personen im Haus. Oben ist unsere Wohnung und viele Zimmer, ausreichend um 40-50 Gäste in Betten unterzubringen. Ein Aufenthaltsraum und mein Büro ist auch noch im oberen Stock. Es gäbe noch einen Stock, den wir ausbauen könnten, doch dann müssten wir auch unten größere Aufenthaltsräume haben. Missionare sollen hier immer ein Zuhause finden. Alle drei Monate treffen wir uns als Missionsmannschaft. Auch finden Jugendkonferenzen und Tagungen hier statt. Meine Frau und Frau Stamp übernehmen dann meist die Küche.
Wir versuchen in Teams zu arbeiten. Die Mannschaften vor Ort sind autonom. Wir haben einen Solidaritätsfond und jede Mannschaft muss einen kleinen Betrag in die allgemeine Kasse geben. Missionare die zu uns kommen, dürfen keine großen finanziellen Erwartungen haben. Sie müssen meist mit weniger als 2.000,- DM netto auskommen. Wir brauchen aber mehr als doppelt so viel für all die Abgaben und Versicherungen, die es zu zahlen gilt. Uns ist es wichtig, dass jeder das hat, was er zum Leben und zum Arbeiten braucht. Also auch eine Grundausrüstung an evangelistischer Literatur, etc. Wir wollen die Sache mit dem Geld aber nicht an die große Glocke hängen und machen keine Spendenaufrufe. Wir wollen von Gott abhängig bleiben. Wenn ich irgendwo predige, ist es mir wichtig, dass die Leute erweckt werden, dann kommt das freiwillige Geben meist von alleine.
Der Missionar muss beweglich bleiben. Selbst, wenn er sich ein Haus kaufen kann, weil er etwas geerbt hat, sollte er bereit sein, es wieder zu verkaufen, um an einen anderen Ort zu ziehen. Das kann man in Frankreich ohne finanziellen Verlust machen. Er muss bereit sein im Team zu arbeiten. Auch in der Gemeinde soll er nicht der Boss sein, sondern mit den Ältesten zusammen die Gemeinde leiten. Weil die Arbeit klein ist und wir am Anfang kaum Geld haben um Räume zu mieten, bleibt das Haus des Missionars die Basis für die Gemeindeaufbau-Arbeit in den ersten Jahren. Der Missionar soll aber finanziell unabhängig von der Gemeinde bleiben. Die Gemeinde soll lieber in Evangelisation oder in eigene Missionare investieren, die sie dann aussenden und unterstützen kann.
Wir könnten sofort 10 Leute gebrauchen. In Valenciennes, einer Stadt mit einem Einzugsgebiet von 370.000 Einwohnern, ist eine kleine Gruppe von Gläubigen, die unbedingt einen Missionar brauchen, weil der Bruder dort im nächsten Jahr geht. Lille, in der Nähe der belgischen Grenze, ist ein großes neues Industriezentrum. Im Umkreis von 30 km leben 1,8 Millionen Menschen. Dort allein können wir 5 Ehepaare einsetzen. Wir brauchen Kämpfer, Pioniere, Leute, die sich nicht so schnell entmutigen lassen. In nächster Zeit planen wir eine Analyse zu erstellen, um herauszufinden, wo und wieviele Pionierposten in Lothringen gegründet werden müssen.
Unser Ziel sind Menschen. Wir möchten in Menschen investieren. Wir bilden Teams und wir möchten, dass jeder seine Gaben einsetzt. Am Anfang verteilen wir Traktate, machen Haus-zu-Haus Besuche, Freiversammlungen, gehen mit Bücherständen auf den Markt, mieten Räume für eine Bibelausstellung, organisieren Kulturvorträge, gestalten missionarische Sommereinsätze, etc. Letztes Jahr hatten wir ca. 100 Jugendliche, die an unseren missionarischen Sommereinsätzen teilnahmen. Nicht dass dabei unbedingt viele Leute zum Glauben kommen, aber für die Teilnehmer ist es eine tolle Erfahrung und für die Gemeinden eine große Ermutigung. Wir gebrauchen den Jesus Film. Er eignet sich sehr gut für Frankreich. Durch eine Analyse wurde in Frankreich festgestellt, dass 40% der Franzosen Schwierigkeiten haben, selbst einfach geschriebene Texte zu verstehen. Deshalb drucken wir ganz einfache Traktate mit wenig Text und guten Illustrationen. Für diejenigen, die mehr Interesse haben, haben wir eine evangelistische Zeitschrift. Unser Ziel ist es die Menschen für ein persönliches Bibelstudium zu gewinnen.
Evangelisation, die nicht in die Gemeinde führt, versandet. In junge Leute investieren Ich merkte bald, ich brauche Mitarbeiter: Gott schenkte mir einen Timotheus. Es war mein Schwager. Teamarbeit ist sehr wichtig. Gott vertrauen, gerade auch in finanziellen Angelegenheiten. Erwecklich leben und predigen. Praxis und Theorie gehören zusammen. Wir haben Programme entwickelt, wie wir eine ständig begleitende Schulung unserer Mitarbeiter während ihres Dienstes durchführen können.
Ja, einzelne wurden schwer geprüft. Dies bringt unserem Kampf fürs Evangelium noch eine zusätzliche Belastung.
In unserer eigenen Arbeit scheint sich in der Stadt Saint Quentin schneller als sonst eine Gruppe zu formieren. In kurzer Zeit haben sich etwa 14 Leute zusammen gefunden. Ansonsten ist der Boden nach wie vor hart. Frankreich braucht mehr Evangelisten. Die guten Evangelisten sind alle älter geworden und wir brauchen Nachwuchs. Alain Stamp berichtet von Emmanuel Männlein, einem jungen Mann, der eine große evangelistische Gabe und eine Liebe zu Verlorenen hat. Alain versucht ihn weiter zu schulen und ihn seelsorgerlich zu begleiten. Bitte betet für die beiden.
Das Gebet ist das wichtigste. Wir haben ein Poster mit den Fotos der Missionare und ihren Einsatzorten drauf. Das ist eine Hilfe zum Gebet (kann über die WEM angefordert werden). Wir können Freunden unsere interne Missionszeitung in deutscher oder französischer Sprache schicken, ebenso die aktuellen Gebetsanliegen. Für finanzielle Unterstützung sind wir auch dankbar. Vor allem bei neuen Arbeiten und Vorstößen brauchen wir zusätzliche finanzielle Hilfe. Nicht zuletzt freuen wir uns, wenn junge Menschen bei den Sommereinsätzen mithelfen. Das Größte aber ist es, wenn wir neue Mitarbeiter bekommen, die ihr Herz in die Evangelisationsarbeit in Frankreich hinein geben.
A & O www.alfa-omega.org |
Vicent Pastor und seine Frau Pepa kamen 1914 durch den Einfluss schwedischer Missionare zum lebendigen Glauben an Jesus Christus. Die Entscheidung, ein Leben mit Jesus zu führen, war in dieser Zeit ein großes Wagnis. Schnell kam das junge Paar von allen Seiten unter Druck. Selbst die eigenen Eltern wandten sich gegen sie. Vicent verlor seine Arbeit als Direktor einer Spielzeugfabrik. Dann wurde ihr Haus enteignet, weil sie sich dort mit anderen Jesusgläubigen getroffen hatten. In dieser Zeit hatten sie eine vierjährige Tochter, Pepita, und erwarteten Joaquin, ihren ersten Sohn. In dieser verzweifelten Lage bat Pepa ihre Eltern, sie doch in ihrem Haus in der Partida Santa Lucia wohnen zu lassen, das heute Teil des Geländes der evangelischen Schule ist.
Die folgenden Jahre waren eine schwere Zeit für die junge Familie, da sie überall nur Ablehnung und Schikanen erfuhren und es ihnen auch finanziell schlecht ging. Dennoch blieben sie Jesus Christus treu. Täglich trafen sie sich wenige Meter von ihrem Haus entfernt zum Gebet an einem Ort, den wir heute „Gebetsgarten“ nennen. Mit der Zeit wurde ihnen klar, dass Gott diesen Ort für sein Werk gebrauchen wollte. Die Enttäuschung war groß, als sie gezwungen wurden, das Haus zu verlassen. War alles nur Einbildung gewesen?
1961 lebten Vicent und Pepa immer noch. Sie wohnten im Haus ihres Sohnes Joaquin, der ganz neu in Denia mit der Gemeindearbeit anfing. Zwei amerikanische Missionare wollten ein Grundstück kaufen, um dort Freizeiten und Seminare für die evangelischen Gemeinden abzuhalten. Nachdem sie ein geeignetes Gelände in Denia gefunden hatten, schloss Pastor de Silva als Zwischenhändler den Kaufvertrag ab. Da es in dieser Zeit noch illegal war evangelischer Christ zu sein, musste das Gelände privat erworben werden. Als Vicent und Pepa eingeladen wurden, das neu erworbene Grundstück zu besichtigen, waren sie sehr überrascht. Es war das Gelände, das sie vor vielen Jahren der Arbeit im Reich Gottes gewidmet hatten. Ihre Vision war keine Einbildung gewesen. Auf demselben Gelände wurde 1978 die evangelische Schule Alfa & Omega eröffnet, die von Jorge Pastor, einem Neffen von Vicent und Pepa geleitet wird. Die WEM unterstützt diese wichtige Arbeit.
Was unterscheidet die Schule Alfa & Omega von öffentlichen Schulen? Hier wird auf jedes einzelne Kind eingegangen. Es werden christliche Werte vermittelt. Das Lernprogramm ist anspruchsvoll. Die Kinder schneiden bei den staatlichen Prüfungen als Beste ab. Es werden auch Kinder von Einwanderern aufgenommen. Viele leben illegal im Land. Vielen von diesen Kindern wird mit Stipendien geholfen. Manche sind auch am Wochenende da, weil die Eltern arbeiten.
Wie sieht die finanzielle Seite aus? Das bescheidene Schulgeld reicht gerade aus, um die Lehrer zu bezahlen. Sie erhalten spezielle Gaben, die für die Instandhaltung des Zentrums und für Stipendien gebraucht werden. Viele Leute arbeiten unentgeltlich mit. Eine wichtige Aufgabe ist der Kontakt zu den Eltern. In Spanien wird die Hälfte der Ehen geschieden. Durch intensive Kontakte und viele Gespräche konnte manch zerrüttete Ehe von Eltern, deren Kinder hier zur Schule gehen, gerettet werden.
FM www.france-mission.org |
BEM www.b-e-m.org |